Antike Mokka‑Tasse aus feinstem Eierschalen‑Porzellan – unterglasurblaues Zwiebelmuster, Doppel‑Relief; analog zum Wiener Archäologiefund KE6 (Schlaggenwald), ca. 1860–1890

CHF 600.00 inkl. MwSt.

Vorrätig

Beschreibung

Seltene antike Mokka‑Tasse mit Unterteller – unterglasurblaues „Zwiebelmuster“ in reinweißem Eierschalen‑Porzellan (42 g). Exakte Analogie zum Wiener Archäologiefund (KE6, Schlaggenwald), jedoch in rarer Ausführung mit doppelter Relief‑Dekoration (Wellen‑ & Teilrelief), ca. 1860–1890.

Beschreibung

Zum Verkauf steht ein museales, hervorragend erhaltenes Mokka‑Ensemble (Moccatasse mit passender Untertasse) aus reinweißem Hartporzellan, gefertigt in der Blütezeit der europäischen Porzellankunst im späten 19. Jahrhundert (ca. 1860–1890).

Wissenschaftliche Analogie zum Wiener Stadtarchäologie‑Fund

Dieses Ensemble ist ein kulturhistorisch hochspannendes Objekt: In Form, dem fließenden Wellenrelief („Neuer Ausschnitt“) sowie der spezifischen, feinen Linienführung des handgemalten Zwiebelmusters entspricht es exakt jener historischen Referenz (Fundort‑Nr. KE6), die in den offiziellen Berichten der Wiener Stadtarchäologie („Fundort Wien“) dokumentiert und der böhmischen Traditionsmanufaktur Schlaggenwald (ca. 1900) zugeordnet wurde.

Während das Wiener Grabungsfragment eine Bodenmarke aufwies, ist dieses Ensemble unbezeichnet. Dies belegt zweifelsfrei den Charakter einer anspruchsvollen, handwerklichen Einzelfertigung aus einer thüringischen oder böhmischen Spitzenmanufaktur der etwas früheren Epoche (ca. 1860–1890), die rein über die phänomenale Qualität ihres Scherbens am Markt konkurrierte.

Handwerkliche Höhepunkte

Plastisches Teil‑ und Blütenrelief (Highlight)

Als absolutes Alleinstellungsmerkmal wurden bestimmte Blütenknospen, Fruchtelemente und Blätterstrukturen dreidimensional als erhabenes Relief direkt aus dem Scherben herausgearbeitet, bevor sie unter der Glasur bemalt wurden. Die Reliefkanten sind samtig, perfekt gerundet und zeugen von meisterhafter manueller Nachbearbeitung (Verputzen im lederharten Zustand vor dem Brand).

Fließendes Wellenrelief („Neuer Ausschnitt“)

Der gesamte Tassenkörper sowie die Fahne des Untertellers sind mit einer eleganten, vertikal geschwungenen Wellenstruktur versehen, die perfekt mit dem Teilrelief harmonisiert.

Sensationell hauchdünner Scherben mit vollständiger Transluzenz

Bei einem Durchmesser von 7 cm und einer Höhe von 4 cm bringt die Tasse lediglich 42 Gramm auf die Waage. Der Scherben ist so rein und dünn ausgeschmolzen, dass das reinweiße Porzellan im Gegenlicht vollständig transluzent erscheint; die natürliche Kontur der Finger scheint unverfälscht durch die Wandung hindurch.

Da der Scherben außergewöhnlich dünn ist (nur 42 g), erreicht seine Transluzenz bereits die Grenze des „Halbtransparenten“. Wenn Sie die Tasse gegen das Licht halten, erscheint der vermeintliche „warme Lichtschein“ im Zentrum des Innenraums in Wirklichkeit als die durchscheinende Blutfarbe Ihrer Finger, die direkt durch den über 100 Jahre alten, extrem dünn ausgeschmolzenen Porzellanscherben hindurchtritt. Dieses faszinierende Phänomen – dass die natürliche rötliche Färbung der Finger durch die Wandung sichtbar wird – findet sich in der Welt der Antiquitäten ausschließlich bei den allerfeinsten Dünnscherbenporzellanen (vergleichbar mit chinesischem Eierschalen‑ oder Dehua‑Dünnwandporzellan).Die Tasse erzeugt keinen „wärmeren Ton“ durch Verunreinigungen – sie ist schlicht ein Beispiel für extrem reines, hauchdünnes, vollständig weißes Hartporzellan des 19. Jahrhunderts, das dünn genug ist, um die Blutfarbe der Finger durchscheinen zu lassen.

Feinste Unterglasur‑Handmalerei

Das klassische Dekor – historisch die Darstellung von Granatapfel und Pfirsich als Symbole für Fruchtbarkeit – wurde meisterhaft in Kobaltblau ausgeführt. Aufgrund der hochviskosen Feldspatglasur präsentiert sich die Oberfläche außergewöhnlich glatt, spiegelnd und von seidenweicher Textur. Es gibt keinerlei störende Glasuransammlungen in den Reliefkehlen.

Zustand

Der Erhaltungszustand dieses über 130 Jahre alten Unikats ist exzellent, makellos und von absoluter Vollvitrinenqualität:

  • Keine Chips
  • Keine Risse
  • Keine Haarrisse (kein Craquelé)
  • Keine Bestoßungen
  • Keine Restaurierungen

Die spiegelglatte Glasur zeigt weder an der Tasse noch am Unterteller nennenswerte Kratzer oder Bereibungen.

Authentische Brennmerkmale: Im Inneren der Tasse befinden sich vereinzelt stecknadelkopfgroße historische Brennpunkte, die auf feinste Mineraleinschlüsse aus dem Holz‑ bzw. Kohlebrand zurückzuführen sind. Am Standring zeigt sich zudem unter der Glasur eine kleine, charakteristische gelblich‑bräunliche Brennverfärbung, die vermutlich während des historischen Brennvorgangs durch natürliche Minerale oder die Ofenatmosphäre entstanden ist. Beide Merkmale sind typische Brenncharakteristika historischer Porzellane und stellen authentische Hinweise auf den ursprünglichen Herstellungsprozess dar.

Seltenheit: Da sich im heutigen digitalen Zeitalter weltweiter Vernetzung kein zweites identisches Vergleichsstück dieser speziellen Reliefvariante in öffentlich zugänglichen Quellen nachweisen lässt, gilt dieses Ensemble nach heutigem Kenntnisstand als außergewöhnlich exklusives Solitärstück für anspruchsvolle Sammler historischer europäischer Porzellankunst.

Masse:

Moccatasse: Gewicht: 42 g Durchmesser: 7,0 cm Höhe: 4,0 cm

Untertasse: Gewicht: 65 g Durchmesser: 10,9 cm Höhe: 1,7 cm

Lieferumfang

  • 1 Untertasse
  • 1 Moccatasse
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Wichtige Information

Die Fotos sind Bestandteil der Beschreibung, bitte sehen Sie sich daher alle Fotos genau an. 

Die Farben und Lichteffekte der vorgestellten Produkte können geringfügig abweichen.

Wir verkaufen altes, antikes Porzellan. Der jeweilige Zustand entspricht den Photos und der Produktebeschreibung. Wir können keine Garantie gewähren, eine Rücknahme ist ausgeschlossen.

Die Teile können alle in unserem Laden in Steinhausen besichtigt werden. Gerne stellen wir auch zusätzliche Photos und Informationen per Mail zu.